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Unser Name

Im Mittelalter galt Sarasin bzw. Sarrasine als gewöhnlicher Ausdruck für Sarazenen. Einer Familiengeschichte zufolge war der Urstammvater der Familie Sarasin tatsächlich ein Sarazene, den Ludwig der Heilige von einer Reise nach Jerusalem mitgebracht und zu seinem Kanzler und Freund gemacht hatte.

Der urkundlich bekannte Stammherr der Familie Sarasin ist Regnaud, der in Metz (Frankreich) Magistratsämter innehatte und dem Patriziatsadel angehörte. Regnaud hatte vier Söhne: Claude, Regnaud, Nicolas und Michel. Der erstgeborene Claude erhielt vom Grossherzog Karl III. von Lothringen für treue Dienste den Erbadel. Von ihm stammt die lothringische Linie ab. Der zweitälteste Sohn, Regnaud, trat zum Protestantismus über und hatte ebenfalls vier Söhne. Sein jüngster, Gédéon, wanderte über Frankenthal, Strassburg, Mariakirch und Colmar nach Basel. Zusammen mit seinem Sohn erhielt er am 10. März 1628 das Basler Bürgerrecht.

Der Seidenfabrikant Jakob (1742–1802), der als Vorahne aller heute lebenden Basler Sarasins gilt, stammt im vierten Glied von diesem Gédéon ab. Der berühmte Seidenfabrikant hat zusammen mit seinem Bruder Lucas (1730 - 1802) in der Basler Altstadt zwei grosse Patrizierhäuser errichten lassen (das Weisse und das Blaue Haus) und sich damit selbst ein Denkmal gesetzt.

Das Blaue Haus ist heute Sitz des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt.